Viola   
Viola Rackow

Viola mit Pelzkragen
1977

Bleistift und Pastell

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Janssen-Zitat

"Die Aquarelle dieses Buches (Phyllis) entstanden in zwei Schüben: der erst im Herbst 1977, ausgelöst per verbaler Provokation durch die divinöse Viola (Vriederich): "Janssen, richtig aquarellieren kannst du nicht!" Was immer man unter "richtig" versteht. -
Ich sagte: "Sicher!" fuhr dann von Sylt, wo dies gesagt war, nach Hause und "aquarellierte" - "was bei einem Mahlau-schüler immer das An + Übertuschen eines zeichnerischen Grundmusters ist. Diese Aquarelle des Datums 77 sind in alle Winde verflogen. In jener Zeit, wo dies Thema AUCH das Thema meiner gelebten Tage war, kam dann im Herbst des nächsten Jahres der 2. Schub - angestossen von Kerstin, insofern sie dipperte, die 77er Chose noch mal aufzunehmen, weils simpel einfach so schön sei.
In allen Stunden des lüstelnden Tuschens, sowohl 77 als auch 78, wurde die Hand, nicht der Pinsel, geführt von der Erinnerung an die Anatomie der Birgit.
Irgendwie blieb die Absicht, ein Buch zu machen, Absicht. Und heute, 7 Jahre danach, heute, Ostern 84, wo nicht nur die Namen, sondern auch die Glückseligkeit und Kraft von Schwanz und Sack Erinnerung sind - heut bringt Brockstedt die Sache nun auf den Weg, wofür ich ihm danke - und dies, indem ich für die Buchvorstellung eine Kulisse von 40 frischen Aquarellen getuscht habe - des gleichen Themas, doch inzwischen ganz andersartig, was die Pointe betrifft. - Und dies zweifellos initiiert von Mirjam, Tochter der Judith."
Musenzeit

Viola Rackow lernt Janssen 1976 durch seinen Drucker Hartmut Frielinghaus kennen. In Briefen nennt er sie "Vriederich", eine Wortschöpfung aus "Friederich, dem argen Wüterich" und Caspar David Friedrich, dessen Kunst er bewundert. Durch sie inspiriert hat er zahlreiche Aquarelle zu erotischen Themen geschaffen. Neben satten Aquarelltönen verwendet er auch Silber- und Goldbronze. 1978 nach der zweiten Serie von Mädchen-Aquarellen wird aus dem Liebesverhältnis eine Freundschaft.

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