Kerstin  
Kerstin

Kerstin Schlüter, 19. September 1979,

Bleistift und Pastell
29,5 x 26 cm
Janssen-Zitat

"Neulich verguckte sich Kerstin in eine Zeichnung und sagte: " ... und sieht so "echt" aus - bisschen wie'n Foto..." Nun war diese Zeichnung tatsächlich von einem Foto abgezeichnet - runtergeschrubbt mit partieller Detaillierung. Es sah auch mehr wie eine fotografische Situation aus, als wie ein abgezeichnetes Foto. Jedenfalls: In Sekundenbruchteilen - ich kontrollierte noch, ob ich errötete - ratterte das da oben in meinem Köpfchen: soll ich jetzt gleich das Geständnis machen? Und in derselben Sekunde entschied es: Nein JETZT NICH! Aus so einem Geständnis kann man mehr machen! Verwerten! Wenn ich nämlich Zeit vertreiben lasse und dann zwischen dem Dannirgendwann und dem Jetzt Welten liegen, weil man nämlich inzwischen nicht nur woanders steht, sondern vielmehr womöglich beiliegt, und damit sowieso alles aus dem Lot in die Waagrechte gekommen ist - wenn man DANN - aus so einer spiegelglatten Seelenoberfläche den Finger reckt und sagt: "... Du - ich muss Dir ein Geständnis machen ...!" Oja - dann hat das Wort Geständnis Gewicht, wenn das Geständnis selbst wohl ein Leichtes ist. Dann teilt sich schlagartig die Welt zu einem Abgrund wirbelnder Erwartungen. WACH! ..."
Musenzeit

Der Postbote Heinz Adler macht Janssen auf seine Nachbarin Kerstin Schlüter aufmerksam. Für beide steht das freundschaftliche Verhältnis im Vordergrund. Für Kerstin, die sich gerne mit Tieren umgibt, entstehen zahllose "Meisterzeichnungen", die von Janssen mit einem "K" gekennzeichnet werden.

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