Birgit Sandner  
Birgit Sandner

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Janssen-Zitat

"Mantala / meine Süße / wärst du ein Junge /
ich hätte dich zu meiner Frau gemacht
wenn du / dich nicht gewehrt hättest /
so tue ich das morgen / wenn du willst /
willst / Aber dich zu fragen ist / gleich
fragwürdigerweise / lieb wie quälend
+ süß / Wie Mantala / was heißt, Mantala."

Blessin schreibt dazu: "Eine Geschichte wie ein Irrläufer ... So eignete Janssen sich die art brut an. In der Verfolgung Birgits, in diesem Sturmlauf eines Werbenden, eines Eifersüchtigen, verankerte er autobiografisch, was für Dubuffet in der Distanz eines Vorbildes geblieben war: die Kunst des psychopathologischen oder kindlich regressiven Ausdrucks."

Musenzeit

Janssens Ehe mit Birgit Sandner Ende des Jahres 1959 dauert nur wenige Wochen. Noch als Studentin an der Landeskunsthochschule eröffnet Birgit Sandner im Sommer 1957 eine Galerie in Hamburg, für die Janssen eine Vielzahl von Einladungen gestaltet. Obwohl die Verbindung zwischen beiden von nur kurzer Dauer ist, ist sie für Janssens künstlerische Entwicklung wichtig. Vor der Hochzeit im Dezember zeigt Janssen eine Reihe sehr kleiner Radierungen in der Galerie Sandner, u.a. seinen ersten Radierzyklus, die "Nana-Mappe", aber auch jene kleinteilige, wie beiläufig dahingeworfene Kritzeleien im Stile der l'art brut.

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