Wetterkarte    
Tante Horst Janssens

Tantchen, 7. November 1961,

Bleistift
48 x 36 cm
Janssen-Zitat

"Durch den Tumult der Kapitulation hindurch langte ich wohlbehalten bei meiner Tante Anna in Hamburg an. Hier folgte noch ein halbes Jahr trostlose Oberschule, bis ich im Sommer 1946 meine Arbeiten in der Landeskunstschule einreichte, wobei meine Tante mit viel Geschick und einem Pfund Pfirsichen, die damals sehr knapp waren den Kanzlisten betören musste, damit er meine Bilder zur Prüfung weiterleitete, denn ich war noch zu jung. Vier Wochen später hielt ich unsagbar erfreut meinen Aufnahmeschein in meinen Händen. Seitdem hat mich die liebe Oberschule nicht mehr gesehen."


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Musenzeit

Nach dem Tod der Mutter wird Horst Janssen von deren in Hamburg lebender Schwester Anna adoptiert. 'Tantchen', wie Horst sie nennt, fördert ihren Neffen nach Kräften. Ihrem Engagement hat es Janssen auch zu verdanken, dass er an der Landeskunstschule am Lerchenfeld angenommen wird. Bis zu 'Tantchens' Tod 1967 bleibt die Bindung zwischen beiden, die sich in ihrem Wesen sehr ähneln, sehr eng. Unzählige Male hat Janssen sie gezeichnet oder radiert.

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